Einen vollständigen Schutz vor Krankheit oder Unfällen gibt es nicht. Daher ist es wichtig, dass es Unternehmen wie Ottobock gibt: Das weltweit agierende Unternehmen entwickelt und produziert Prothesen, Orthesen, Exoskelette und Rollstühle. Auch der sogenannte Mollii Suit zählt zum Portfolio; eine grundlegende Innovation im Bereich der Behandlung von neurologischen Störungen und der damit verbundenen Beschwerden. Außerdem unterhält Ottobock Patientenversorgungszentren, in denen sie die Produkte an Patienten anpassen und den Umgang mit ihnen trainieren. Bis sich beispielsweise eine Anwenderin oder ein Anwender an das Handling der Prothese gewöhnt hat, braucht es viel Übung und zahlreiche Anpassungen. Die „Human Empowerment Company“, als die sich Ottobock versteht, wurde 1919 in Berlin gegründet – als der Bedarf an medizinischen Hilfsmitteln größer war denn je. Heute sind die mehr als 9.000 Mitarbeitenden in Niederlassungen auf der ganzen Welt tätig. Wie erfolgreich die Arbeit von Ottobock ist, spiegelt sich auch im Umsatz von rund 1,5 Milliarden Euro in 2023 wider. Doch der Erfolg basiert nicht nur auf Produkten, die in Folge eines Unfalls oder einer Krankheit eingesetzt werden. Durch den Einstieg in den Exoskelett-Markt bietet Ottobock seinen Kunden seit einiger Zeit auch Präventivmaßnahmen an, um krankheitsbedingten Ausfällen aufgrund von Über- oder Fehlbelastung vorzubeugen.
Entsprechend der geschäftlichen Entwicklung und damit verbundenen Akquisitionen in den letzten Jahren ist auch die Komplexität der Applikationslandschaft und der IT-Infrastruktur des Unternehmens stark gewachsen. Die Integration der neuen Systeme und Endpunkte ist ein kontinuierlicher Prozess, denn die IT ist weit verzweigt und einheitliche Standards halten erst nach und nach Einzug. Auch in Sachen Cybersecurity herrschte lange Zeit eine Vielzahl an isolierten Einzellösungen wie diversen Antivirus-Produkten vor. Dem ist Ottobock mit einer Konsolidierung erfolgreich entgegengetreten – heute ist der Technologie-Stack von Microsoft die Grundlage für eine integrierte Plattform, die flächendeckend im Einsatz ist.
„In unserer Zusammenarbeit mit Partnern, Kunden und unseren Anwenderinnen und Anwendern haben Vertrauen und Verlässlichkeit höchste Priorität. Entsprechend wichtig ist der sorgfältige Umgang mit uns zur Verfügung gestellten Daten. Für uns bedeutet das auch, die ständig steigenden Bedrohungen im Cyberumfeld zu meistern und resilient zu werden“, betont Henning Christiansen, Chief Information Security Officer (CISO) bei Ottobock.
Um die dafür notwendige Transparenz über die Vorgänge in der IT-Landschaft und Reaktionsfähigkeit zu erreichen, bedarf es der passenden Sicherheitssoftware wie etwa dem Microsoft Defender als EDR (Endpoint Detection and Response)-Lösung und Microsoft Sentinel als SIEM (Security Information and Event Management)-Plattform sowie dem entsprechenden Cybersecurity-Personal am besten in Form eines Security Operations Center (SOC). „Ein eigenes SOC aufzubauen, stand tatsächlich auf unserer Agenda“, berichtet Christiansen und ergänzt: „Doch für ein global agierendes Unternehmen unserer Größenordnung hätten wir mindestens zehn Experten benötigt, um alle Aufgaben abzubilden. So viele Cyber-Experten zu engagieren, ist eine Herausforderung in Zeiten des Fachkräftemangels und wirtschaftlich nicht sinnvoll.“ Auf ein SOC zu verzichten, kam nicht in Frage – dafür war die Digitalsierung bei Ottobock bereits zu weit vorangeschritten und die Abhängigkeit der Geschäftsprozesse von einer funktionsfähigen IT zu groß. Außerdem war Ottobock auch bereits das Ziel von Hackerattacken. Um der sich zuspitzenden Bedrohungslage im Cyberspace allgemein gerecht zu werden, entschloss sich Ottobock, die begrenzte Kapazität des eigenen IT-Sicherheitsteams durch ein externes SOC in Form eines MXDR (Managed Detection and Response)-Services zu erweitern.
Transparenz ist der Schlüssel
Ein Aspekt bestimmte den Evaluierungsprozess maßgeblich: Der Microsoft Technology Stack als Plattformgrundlage. Da Ottobock bereits vor der aktiven Suche nach einem MXDR-Anbieter auf Microsoft Defender und Sentinel als SIEM-Plattform umgestiegen war, musste der richtige Security-Partner logischerweise eine große Expertise im Umgang mit dieser Software mitbringen. „Wir brauchten einen zusätzlichen IT-Dienstleister, der ein vollumfängliches SOC mit einer Überwachung rund um die Uhr anbieten kann. Daher haben wir uns nach einem detaillierten Auswahlprozess und einigen Teststellungen schließlich für Ontinue und deren MXDR-Service ION entschieden“, erklärt Nico Lange, Senior Cybersecurity Solutions Architect bei Ottobock.
Dass Ontinue der richtige Partner für den Aufbau eines Security Operations Center ist, merkten Henning Christiansen und sein Team schnell. Die Cyber Defenders und Cyber Advisors von Ontinue kennen die bei Ottobock eingesetzten Microsoft-Technologien durch ihre jahrelange Erfahrung in- und auswendig. Zudem ist Ontinue in der Lage, dem internen IT-Security-Team von Ottobock einen holistischen und tiefen Einblick in sämtliche sicherheitsrelevanten Vorgänge innerhalb ihrer Systeme zu bieten.
„Transparenz ist und bleibt der Schlüssel zu einer sicheren IT-Umgebung“, konstatiert Lange. „Wer nicht weiß, was im eigenen Ökosystem vorgeht, kann auf Bedrohungen nur schwer reagieren. Der Druck, den Überblick zu behalten, war noch nie so groß wie heute: Die Frage ist schon lange nicht mehr, ob, sondern wann die nächste Attacke erfolgt.“
Proaktiv statt reaktiv
Durch die Zusammenarbeit mit Ontinue hat Henning Christiansen auch eine gute Argumentationsgrundlage, um die Tochtergesellschaften von den Vorzügen einer IT-Konsolidierung zu überzeugen. Im Geschäftsalltag werden nach wie vor Security Incidents an die IT-Sicherheitsexperten von Ottobock weitergeleitet, allerdings sind diese soweit eingeordnet, dass man sich sehr gut auf das Wesentliche fokussieren kann. In konkreten Zahlen bedeutet das, dass Ontinue nur einen einzigen von über einer Million Events überhaupt an seinen Kunden weiterleitet. „Wenn wir dann eingreifen müssen, erhalten wir von den Cyber Defenders und Cyber Advisors ausführlich angereicherte Incident Reports. In Verbindung mit den von Ontinue bereitgestellten Playbooks, die Handlungsempfehlungen für etliche Sicherheitsvorfälle enthalten, spüren wir eine deutliche Effizienzsteigerung beim Aufklären von Attacken“, so Christiansen. „Wir haben zu jeder Zeit den Eindruck, dass bei uns ein komplettes, nahtlos verzahntes Security Operations Center am Werk ist – das ist extrem wertvoll.“
Die Kommunikation läuft in den meisten Fällen über den gemeinsamen Microsoft-Teams-Channel. Nur in besonders heiklen Situationen rufen die Spezialisten von Ontinue zusätzlich bei Henning Christiansen und seinem Team an, um sicherzustellen, dass ein kritischer Incident nicht versehentlich übersehen wird. „Uns ist eine enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit unserem MXDR-Dienstleister sehr wichtig“, so der CISO. „Daher teilen wir auch viele interne Entwicklungen bei uns mit ihm, sodass sich unsere IT-Umgebung für die Cyber Advisors und Cyber Defenders von Ontinue möglichst vertraut anfühlt. Das ist insbesondere wichtig für Zeiten, in denen wir selbst nicht verfügbar sind.“ Gleichzeitig lernen die Experten von Ottobock durch die enge Kollaboration, wo sie den Schutz ihrer Systeme stärken, die Angriffsfläche verringern und ihr Verhalten im Falle einer Cyberattacke weiter verbessern können. „Ein besonderes Plus von Ontinue ist, dass unsere zentralen Ansprechpartner nicht wechseln. Das kennt man von anderen MXDR-Dienstleistern in der Form nicht, bei denen oft Rotationen stattfinden“, ergänzt Lange.
In Zukunft plant Ottobock, sich in Sachen Cybersecurity intensiv mit neuen Lösungsansätzen zu beschäftigen. Um auf dem neuesten Stand zu bleiben, steht natürlich der Themenkomplex Künstliche Intelligenz auf dem Plan. Da das IT-Security-Team des Unternehmens sehr schlank aufgestellt ist, ist die Nutzung dieser Zukunftstechnologie obligatorisch. „In erster Linie geht es uns darum, aus den Myriaden von Daten etwas Sinnvolles und Verständliches zu erarbeiten. Schnelligkeit und Effizienz werden zu noch entscheidenderen Faktoren bei der Gefahrenerkennung und -abwehr als bisher. Die KI-Tools von Ontinue werden uns einerseits dabei helfen, diese wertvollen Informationen gewinnbringend zu verwerten, andererseits hilft die ansprechende und nachvollziehbare Aufbereitung der Erkenntnisse aber auch, das Thema Cybersecurity von der Nerd-Ebene zur Management-Ebene zu transportieren und entprechend zu übersetzen“, schafft CISO Henning Christiansen Klarheit. „Zum Glück haben wir dafür genau den richtigen Partner an unserer Seite: So wie wir unseren Anwenderinnen und Anwendern helfen, hilft uns Ontinue dabei, (cyber)resilient zu leben.“



